„Die Entscheidung darüber, ob es beim vorgezogenen Kohleausstieg 2030 in Nordrhein-Westfalen bleibt, verzögert sich um mindestens ein halbes Jahr. Das teilte das Bundes-Wirtschaftsministerium auf WDR-Anfrage mit.“ Diese Mitteilung von Dienstag wurde von Bürgermeister Dr. Martin Mertens recht zwiespältig aufgenommen. Mit seinem „Brandbrief“ an Merz, Reiche, Wüst und Neubaur hatte er erst in der Vorwoche für bundesweite Resonanz gesorgt, weil er gezielt den Finger in die Wunde gelegt hat.
„Wieder einmal geht wertvolle Zeit für das Rheinische Revier und einen geordneten Strukturwandel verloren“, ärgert sich Rommerskirchens Rathaus-Chef. Zum einen liegt der behördliche Abschlussbericht noch nicht vor. Auf der anderen Seite sollen die Ergebnisse der drei Ausschreibungsrunden für neue Gaskraftwerke (die erste startet im September) abgewartet werden.
Diese Gaskraftwerke sollen nach ihrer Fertigstellung immer dann Strom liefern, wenn Wind und Sonne nicht genügend Energie einbringen. Aktuell springen dann noch die Braunkohlekraftwerke ein. Auch für Neurath ist ein solches Gaskraftwerk im Gespräch.
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