Bereits seit 2004 ist Rommerskirchen Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS). Damals nahm die Gemeinde eine Vorreiterrolle ein: Als der seinerzeitige NRW-Verkehrsminister Axel Horstmann (SPD) die Urkunde in Rommerskirchen an den damaligen Bürgermeister Albert Glöckner übergab, war die Gemeinde landesweit die erste Kommune überhaupt, die in die Arbeitsgemeinschaft aufgenommen wurde.
Auch in den kommenden sieben Jahren wird sie das Zertifikat tragen können, wie eine Auswahlkommission der AG entschied. Die Urkunde hierfür gab es jetzt bei der jährlichen Mitgliederversammlung der AGFS in Krefeld. Die Kommission bejahte einmal mehr eindeutig die Frage, ob sich Rommerskirchen in den vergangenen sieben Jahren für eine weitere Verbesserung engagiert habe. Die neuerliche Zertifizierung der Gemeinde gilt bis 2032. Bürgermeister Martin Mertens will es „weiter nach Kräften fördern, dass die Bürger in Sachen Alltagsmobilität künftig verstärkt aufs Fahrrad setzen“.
Das Rommerskirchener Radwegenetz umfasst inzwischen 41,2 km und kann multifunktional genutzt werden. Es basiert maßgeblich auf dem Ausbau von landwirtschaftlichen Wegen und der Anlage von straßenbegleitenden Radwegen im klassifizierten Straßennetz. Zusätzlich gibt es einen geplanten Wunschausbau von 15 km in benachbarte Kommunen, der aufgrund finanzieller Engpässe in den Nachbargemeinden bislang nicht realisiert werden konnte.
Seit 2001 ist der Fahrradverkehr im Gemeindegebiet systematisch und flächenhaft gefördert worden. Zur Sicherung und Steigerung des Radverkehrsanteils wurde ein umfassendes, angebotsorientiertes Radverkehrskonzept erstellt und viele Kilometer Fahrradwege durch sogenannte Lückenschlüsse im Wirtschaftswegenetz realisiert.
„Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir diesen Weg weiterhin konsequent verfolgen werden“, sagt Tiefbauamtsleiterin Anna Trundelberg.
Das Rommerskirchener Radwegenetz umfasst 41,2 km und kann multifunktional genutzt werden. Es basiert maßgeblich auf dem Ausbau von landwirtschaftlichen Wegen und der Anlage von straßenbegleitenden Radwegen im klassifizierten Straßennetz. Zusätzlich gibt es einen geplanten Wunschausbau von 15 km in benachbarte Kommunen, der aufgrund finanzieller Engpässe in den Nachbargemeinden bislang nicht realisiert werden konnte.
Die Gemeinde Rommerskirchen hat in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in die Verbesserung der Infrastruktur für den Fuß- und Radverkehr getätigt. Hierzu zählt als eines der wichtigsten Projekte die Neuanlage des Rad- und Fußwegs auf dem strategischen Bahndamm zwischen Neuss und Rommerskirchen. Dieses interkommunale Projekt, das gemeinsam mit den Städten Neuss und Grevenbroich realisiert wurde, umfasste Baukosten in Höhe von 2,1 Mio. Euro, wovon 1,8 Mio. Euro durch Fördermittel gedeckt wurden. Die Gemeinde Rommerskirchen hat das Projekt federführend betreut und umgesetzt.
Ein umfassendes Maßnahmenpaket wurde mit der Mobilstation am Bahnhof umgesetzt.
Weitere Projekte, die in den vergangenen Jahren realisiert wurden, sind:
- Barrierefreier Ausbau aller 4 Fußgängersignalanlagen
Baukosten ca. 200.000 Euro, Anteil Straßen NRW ca. 50 % - Barrierefreier Ausbau von über 30 Bushaltestellen
Baukosten ca. 1,2 Mio. Euro, Förderung ca. 725.000 Euro - Sanierung Radweg an der L 375 (Landesbetrieb Straßenbau)
- Radwegeverbindung zwischen Bergheim Hüchelhoven und Rommerskirchen bzw. Rommerskirchen-Vanikum
Baukosten ca. 300.000 Euro, Zuschuss 95 % - Sanierung Zuwegung zu den Sport- und Tennisplätzen Hoeningen
- Sanierung Radweg Villau
Baukosten ca. 80.000 Euro - Radweg an der K 10 zwischen Grevenbroich Barrenstein in Rommerskirchen Oekoven (Rhein-Kreis Neuss)
- Gehweganbindung an den strategischen Bahndamm mit Querungshilfe in Anstel (im Bau)
- Gehwegverbreiterung K 27 Widdeshoven Hoeninger Straße ca. 100.000 Euro
- Querungshilfe Gill B 477 Bergheimer Straße (für Straßen NRW) ca. 150.000 Euro
- Fahrradboxen für Mitarbeitende am Rathaus
Für die kommenden Jahre hat die Gemeinde Rommerskirchen bereits folgende Vorhaben fest ins Auge gefasst:
- Personenunterführung am Bahnhof in Kooperation mit der DB
- Radweg L 69 zwischen Grevenbroich Wevelinghoven und Rommerskirchen Widdeshoven (Landesbetrieb Straßenbau)
- Danach Anbindung Zubringer Ramrath (Ramrather Höfe) an die L 69 sanieren
- Radweg K 26 zwischen Rommerskirchen Deelen und Rommerskirchen Evinghoven (Rhein Kreis Neuss)
- Weitere kostenfreie Abstellanlagen am Bahnhof
INFO: Gemeinsam mit der Gemeinde Rommerskirchen wurden folgende Kommunen und Gebietskörperschaften erneut als fahrradfreundlich zertifiziert.
- Gemeinde Rommerskirchen
- Gemeinde Schöppingen
- Kreis Düren
- Kreis Recklinghausen
- Rhein-Kreis Neuss
- Stadt Dinslaken
- Stadt Erkelenz
- Stadt Grevenbroich
- Stadt Lüdinghausen
- Stadt Monheim am Rhein
- Stadt Paderborn
- Stadt Rietberg


