Der Rat der Gemeinde Rommerskirchen hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 28. Mai 2026, mit sehr breiter Mehrheit die neue Satzung über die Festlegung der Schuleinzugsbereiche und der Zügigkeit der Grundschulen beschlossen. Damit stellt die Gemeinde bereits heute die Weichen für eine ausgewogene Entwicklung der Grundschullandschaft in den kommenden Jahren.
Die Neuregelung tritt zum Schuljahr 2027/2028 in Kraft. Danach werden die Kinder aus dem Bereich „Zur Bahnmeisterei“ in Eckum sowie aus dem Neubaugebiet „Giller Höfe“ künftig der Gemeinschaftsgrundschule Frixheim zugeordnet und erhalten eine entsprechende Schulbusanbindung.
Hintergrund der Entscheidung ist die dynamische Entwicklung der Einwohnerzahlen in einzelnen Ortsteilen der Gemeinde. Insbesondere durch die Neubaugebiete Giller Höfe, Vanikum und die weitere bauliche Entwicklung zeichnet sich an der Gillbachschule in Rommerskirchen eine sehr hohe Auslastung ab. Bereits zum Schuljahr 2026/2027 werden dort vier Eingangsklassen gebildet. Die vorhandenen räumlichen Kapazitäten stoßen damit zunehmend an ihre Grenzen.
Gleichzeitig zeigen die aktuellen Schülerzahlprognosen, dass sowohl die Gemeinschaftsgrundschule Frixheim als auch die Kastanienschule Hoeningen perspektivisch sinkende Schülerzahlen verzeichnen werden. Durch die nun beschlossene Anpassung der Schuleinzugsbereiche kann eine ausgewogenere Verteilung der Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Dies stärkt alle drei Grundschulstandorte langfristig und sichert zugleich gute pädagogische Rahmenbedingungen.
Bürgermeister Dr. Martin Mertens begrüßt die Entscheidung des Rates: „Mit diesem Beschluss handeln wir frühzeitig und vorausschauend. Als Schulträger haben wir die Verantwortung, die Entwicklung unserer Schulen langfristig zu steuern und allen Kindern bestmögliche Lernbedingungen zu bieten. Die neue Regelung sorgt für eine ausgewogene Auslastung unserer Grundschulen und verhindert Kapazitätsengpässe, bevor sie entstehen.“
Die Gemeinde folgt damit auch den Empfehlungen aus der Schulentwicklungsplanung sowie den Hinweisen der Schulleitungen. Insbesondere die Schulleitung der Gillbachschule hatte auf die zunehmende Auslastung der Schule hingewiesen. Durch die jetzt beschlossene Neuordnung können Herausforderungen etwa bei der Nutzung der Mensa, der Offenen Ganztagsschule sowie bei der Bereitstellung ausreichender Sportkapazitäten frühzeitig entschärft werden.
Dr. Mertens betont zudem, dass die Entscheidung ausdrücklich im Sinne aller Grundschulstandorte getroffen worden sei: „Wir wollen starke Schulen in allen Ortsteilen unserer Gemeinde. Die jetzt beschlossene Lösung schafft Planungssicherheit für Familien, Schulen und Verwaltung gleichermaßen und trägt dazu bei, die hohe Qualität unserer Bildungsangebote dauerhaft zu sichern.“
Die Gemeinde wird die betroffenen Familien frühzeitig über die Neuregelungen informieren. Für Kinder, die ab dem Schuljahr 2027/2028 aus den neu zugeordneten Bereichen die Gemeinschaftsgrundschule Frixheim besuchen, wird eine entsprechende Schülerbeförderung sichergestellt.

