Politik und Planer im Schulterschluss
Der geplante Neubau des Feuerwehrgerätehauses für den Löschzug Rommerskirchen nimmt Gestalt an. Nach intensiven Vorarbeiten und einer umfassenden Machbarkeitsstudie rückt die Realisierung des Projekts in greifbare Nähe.
Strategisch wichtiger Standort
Bereits 2022 hatte der Gemeinderat auf Antrag der SPD-Fraktion die Erstellung einer Machbarkeitsstudie beschlossen. Das beauftragte Kölner Planungsbüro neubig hubacher Architekten und Stadtplaner PartG mbB stellte die Ergebnisse im August 2023 vor. Dabei wurde der Standort am westlichen Ortseingang – gegenüber der Aral-Tankstelle an der Venloer Straße – als strategisch sinnvoll eingestuft. Der Rat beauftragte die Verwaltung daraufhin, die Grundstücksankäufe einzuleiten.
Grundstücksverhandlungen laufen
„Wir befinden uns in erfolgsversprechenden Grundstücksverhandlungen, von denen wir gemeinsam ausgehen, sie in absehbarer Zeit erfolgreich abschließen zu können“, berichtet Bürgermeister Dr. Martin Mertens. Die weiteren Planungs- und Ausschreibungsprozesse könnten voraussichtlich in den kommenden Monaten vom Rat auf den Weg gebracht werden.
Moderne Fahrzeughalle mit Zukunftsperspektive
Schon jetzt benötigt der Löschzug Rommerskirchen fünf Stellplätze zur Einstellung und Unterbringung der Einsatzmittel und Fahrzeuge der Feuerwehr. Da Feuerwehrgerätehäuser zukunftsorientiert und nach normierten Vorschriften geplant werden müssen, werden entsprechende Kapazitäten hinsichtlich der Stellplätze und Lagermöglichkeiten am neuen Standort erforderlich.
Darüber hinaus soll die Planung die Option enthalten, in den kommenden Jahren einen zweiten Rettungswagen (RTW) in Rommerskirchen zu stationieren. Damit könnte der Rhein-Kreis Neuss als Träger des Rettungsdiensts bei Bedarf die rettungsdienstliche Versorgung weiter ausbauen und auf steigende Einsatzzahlen reagieren.
Bau nach modernsten Standards
Das Gebäude soll nach den aktuellen technischen und energetischen Standards errichtet werden. Neben funktionalen Anforderungen an den Bedarf der Feuerwehr nach heutigem Standard werden auch Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und die Vorgaben der Unfallverhütung wie der Hygiene als zeitgemäße Arbeitsbedingungen berücksichtigt.
Mitwirkung im Katastrophenschutz
Über die Aufgabe des alltäglichen kommunalen Brandschutzes und der Hilfeleistung hinaus, sind weitergehende Belastungen der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr, wie diese durch eine Stationierung von Einsatzmitteln und Geräten des Katastrophenschutzes des Rhein-Kreises Neuss – ohne Personalgestellung durch den Kreis – entstehen würden, nicht leistbar
Angesichts zunehmender Herausforderungen durch den Klimawandel wie Extremwetterereignissen oder auch mögliche besondere Einsatzlagen wie großflächigen Stromausfällen, erhält die Gemeinde Rommerskirchen damit eine Infrastruktur der kommunalen Gefahrenabwehr, die sowohl die Sicherheit der Bevölkerung stärkt als auch die Einsatzbereitschaft langfristig gewährleistet.
Finanzrahmen und Realisierung
Die Kosten für die Drehleiter werden derzeit auf rund 1 bis 1,5 Millionen Euro geschätzt, die Realisierung kann einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren beanspruchen.
Für den Neubau des Gerätehauses selbst wird mit einem Finanzrahmen von über 10 Millionen Euro gerechnet. Die Gemeinde wird die entsprechenden Kostenschätzungen frühzeitig erarbeiten und im weiteren Planungsprozess regelmäßig aktualisieren, damit Politik und Bürgerschaft von Beginn an verlässliche Zahlen erhalten.
Zur professionellen Umsetzung der Ausschreibung wird die Gemeinde von der Kommunalagentur NRW beraten, die bereits bei früheren Fahrzeugbeschaffungen unterstützend tätig war
Breiter politischer Rückhalt
Das Projekt genießt breite Unterstützung im Gemeinderat. SPD und CDU hatten die Machbarkeitsstudie gleichermaßen befürwortet und sehen den Neubau als wichtigen Baustein für eine zukunftsorientierte Sicherheits- und Gefahrenabwehr-Infrastruktur in Rommerskirchen.

