Kinder zu Gast im Rathaus: „Ampel oder Zebrastreifen“

Der Spielplatz im Freundschaftspark ist so schmuddelig. In Rommerskirchen gibt es zu viele Häuser und zu wenig Wiesen (zum Spielen). Und: „Ich möchte, dass alle Menschen in Frieden leben können“. Die Palette der Themen, die die Vorschul-Kids aus den KiTas „Kleine Riesen“ und „Pfauenland“ bei ihrem Besuch im Rathaus ansprachen, war groß. Bürgermeister Dr. Martin Mertens hörte genau zu und sagte zumindest im ersten Punkt baldige Besserung zu.

Übrigens hat nicht nur der Bürgermeister bei „Benjamin Blümchen“ eine Amtskette. Auch im Gillbach-Rathaus wird eine silberne Bürgermeister-Kette im Tresor gehütet, die Dr. Martin Mertens bei ganz wichtigen Anlässen trägt. Der Besuch der Jungen und Mädchen war jetzt Anlass genug, sie einmal zu präsentieren.

Ein Kind wollte wissen, wie alt das Rathaus ist. Eine leichte Frage für dessen Chef: Das Rathaus an der Bahnstraße, direkt neben dem modernen Dienstleistungszentrum von 2004, wurde 1935 gebaut. Davor stand das Vorgänger-Rathaus, auch ein Backsteinbau, an der Kirchstraße.

Ein anderes Kind fragte an, ob Mertens schon als Kind Bürgermeister werden wollte? Nein, damals hätte er was „Cooleres“ werden wollen … Lokomotivführer, Baggerfahrer oder Polizist. Später habe er die Juristerei und anschließend die Politik für sich entdeckt. „Irgendwann hat mich dann mein Amtsvorgänger Albert Glöckner gefragt, ob ich nicht sein Nachfolger werden wollte“, so Mertens. Bei der anschließenden Wahl habe er dann „mehr Stimmen als der Michael“ bekommen.

Sehr konkret wurden die „Pfauenland“-Kinder, die vom Bürgermeister die Verschiebung des Ortseingangsschildes forderten. Auf dem Weg zu einer sehr beliebten und tollen Spielwiese müssen sie nämlich immer die Kreisstraße nach Wevelinghoven kreuzen, was durchaus mit Gefahren verbunden ist. Alternativ wären die „Pfauen-Kids“ auch mit einer Ampel oder einem Zebrastreifen einverstanden. Zudem fehle im Bereich der Orchideenstraße ein Spielplatz. Mertens war natürlich im Thema und berichtete von der behördenübergreifenden Suche nach einer Lösung.

Ein weiterer Wunsch der Kids war am Hitze-Donnerstag echt naheliegend: Sie träumten von einem „kleinen Freibad“. Ein Traum, den Martin Mertens nicht grundsätzlich von der Hand weisen wollte. Wenn die Einwohnerzahl noch ein wenig steigen würde, wäre vielleicht was möglich … Aber wie gesagt: Einem Mädel gibt es jetzt schon zu viele Häuser in der Gemeinde. Ein typischer Fall, bei dem die Politik abwägen müsste, machte Dr. Mertens deutlich.

Natürlich gab es Apfelschorle, Gummibärchen und Schokolade für die Kids, die einen total disziplinierten Auftritt hinlegten. Anschließend wurden sie von Familien-Büro-Leiterin Monika Lange und von ihrer Kollegin Wiebke Gless durchs Rathaus geführt. Unter anderem spielten zwei Pärchen im Standesamt das Geschehen einer Trauung durch …